Institut für Elektroenergiesysteme und Hochspannungstechnik
Hybrid-Optimal

Hybrid-Optimal

  • Demonstration des zellularen Ansatzes mittels eines Hybridbatteriespeichers

Projektbeschreibung

Anhand des Verbundprojektes „Hybrid Optimal“ soll demonstriert werden, dass der zellulare Ansatz bestehende Netzengpässe beseitigen kann und somit eine wertvolle Alternative zum konventionellen Netzausbau darstellt. Außerdem stellt er eine Möglichkeit für die Bevölkerung dar an der Energiewende teilzuhaben und von ihr zu profitieren.

 

Projektkennzahlen

Zeitraum: 1. Oktober 2016 – 31. Juli 2019

Projektträger: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

 

Die Siedlung Witstung bei Bühl in Baden-Württemberg, welche im Rahmen des Projektes zu einer Energiezelle umgerüstet werden soll, steht vor ähnlichen Problemen wie viele andere potentielle Zellen in Deutschland. Die Hälfte der Gebäude wurde in den letzten Jahren mit einer PV-Anlage ausgerüstet, was dazu führt, dass dort im Jahr bilanziell mehr Energie erzeugt als verbraucht wird. Allerdings liegen Erzeugung und Verbrauch zeitlich auseinander, wodurch an sonnigen Tagen sehr viel Strom in das örtliche Stromnetz eingespeist wird. Bei einem weiteren Ausbau von PV-Anlagen könnte es somit in den nächsten Jahren zur Überlastung der Leitung  und Verletzung der zulässigen Spannungsbänder kommen.

Anstelle eines konventionellen Netzausbaus wird nun im Rahmen des Projektes „Hybrid-Optimal“ dort ein Hybridspeicher installiert. Dieser besteht aus einer Vanadium Redox Flow Batterie (5kW/45kWh) und einer Lithium-Ionen Batterie (40kW/56kWh).  Zusammen mit Smart-Metern in den Haushalten und einer Optimierungssoftware soll der dortige Netzabschnitt zukünftig dann als intelligente Energiezelle betrieben werden.

Des Weiteren soll der Hybridbatteriespeicher an den Energiemärkten teilnehmen, sofern es der Netzzustand und die rechtlichen Rahmenbedingungen zulassen. Neben der optimierten Vermarktung des überschüssigen PV-Stroms kann sich die Energiezelle durch die Entkopplung von Erzeugung und Verbrauch am Markt flexibel mit günstiger Energie eindecken und somit kann die Energiezelle gewinnmaximierend betrieben werden.

Projektbegleitend werden auch sozialwissenschaftliche Studien durchgeführt, um die Akzeptanz der Bewohner der Energiezelle zu erfassen. Des Weiteren finden regelmäßige Informationstreffen für die Bevölkerung statt.

 

Involvierte Personen:

Lukas Held, M.Sc.Dr.-Ing. M. Suriyah, Prof. Dr.-Ing. T. Leibfried

 

Projektpartner:

Stadtwerke Bühl, SCHMID Energy Systems