
Rückblick IEH/ETI Pfingstexkursion
In diesem Jahr fand die traditionelle Pfingstexkursion der Fakultät für Elektro- und Informationstechnik statt. Vom 26. bis 29. Mai 2026 besuchten die Teilnehmenden im Rahmen der vom Institut für Elektroenergiesysteme und Hochspannungstechnik (IEH) organisierten Exkursion zahlreiche Unternehmen und Forschungseinrichtungen in Deutschland und der Schweiz. Der Schwerpunkt lag dabei auf energietechnischen Themen und aktuellen Herausforderungen der Energiewende.
Bereits am ersten Tag standen mit dem Fraunhofer ISE und der Schluchseewerk AG zwei besondere Programmpunkte auf dem Plan. Neben Einblicken in aktuelle Forschungsthemen rund um erneuerbare Energien, Energiespeicher und Photovoltaik beeindruckte insbesondere die Besichtigung eines Kavernenkraftwerks, welches mit knapp 1 GW Leistung als riesiger Energiespeicher fungiert.
Am zweiten Tag ging es zu Hitachi Energy Ltd. nach Zürich. Dort gab es spannende Einblicke in die Fertigung von Höchstspannungs-Leistungsschaltern. Danach stand die Stadler AG in Bussnang auf dem Programm, wo die Entstehung moderner Schienenfahrzeuge von den ersten Bauteilen bis zum fertigen Zug verfolgt werden konnte.
Der dritte Exkursionstag führte zunächst zur Carl Zeiss AG nach Oberkochen. Dort standen das Unternehmensmuseum sowie Vorträge zu aktuellen Herausforderungen der Halbleiter- und Lithografietechnologie auf dem Programm. Anschließend stand die Converter-Factory von Siemens Energy AG in Nürnberg auf dem Programm. Dort wurde die Bedeutung der Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) für die Energiewende nähergebracht und die Fertigung moderner Converter-Technik besichtigt.
Zum Abschluss der Exkursion standen weitere Einblicke bei Siemens Energy AG zum Thema Traktionstransformatoren für Schienenfahrzeuge sowie ein Besuch des Netzbooster-Projekts der TransnetBW GmbH in Kupferzell auf dem Programm. Die Baustellenführung vermittelte eindrucksvoll die Bedeutung innovativer Speicherlösungen für die Stabilität zukünftiger Stromnetze.
Neben den fachlichen Highlights bot die Exkursion zahlreiche Gelegenheiten für den persönlichen Austausch und das Knüpfen neuer Kontakte. So blicken wir auf vier abwechslungsreiche, lehrreiche und rundum gelungene Tage zurück, die allen Teilnehmenden noch lange in Erinnerung bleiben werden.
KIT-Forschung ausgezeichnet
Eine gemeinsame Veröffentlichung der KIT-Institute IEH und ITEP zur Frequenzabhängigkeit von Haushaltslasten wurde mit dem 2nd Prize Paper Award des IEEE IAS Committee on Renewable and Sustainable Energy Conversion Systems geehrt. Die Studie basiert auf Experimenten im Energy Smart Home Lab (ESHL) und wurde am 22. Oktober auf der ECCE Europe 2025 in Philadelphia ausgezeichnet. Foto (von links nach rechts): Ke Ma (Chair), Johanna Geis-Schroer (IEH), Giovanni de Carne (ITEP), Eduard Muljadi (Vice Chair)
Quelle: Energy Lab Publications
Die Veröffentlichung „Stability Analysis and Real-Time Optimization of a Power Hardware-in-the-Loop Setup“ des IEH wurde auf der UPEC 2024 in Cardiff mit dem „UPEC 2nd Best Paper Presentation for Under 30“-Award ausgezeichnet. Der Beitrag von Lucas Braun, Sebastian Kist, Michael Suriyah und Thomas Leibfried zeigt neue Ansätze zur Stabilitätsanalyse und Echtzeit-Optimierung von Power-Hardware-in-the-Loop-Aufbauten und betont die Arbeit des IEH-Forschungssteams in der internationalen Forschungsgemeinschaft.
Network² Stipendium der NetzeBW
Network² ist ein studienbegleitendes Förderprogramm für Masterstudierende aus technischen Studiengängen mit einer starken Verbindung zur Energiewirtschaft und Netztechnik.
Quelle: NetzeBW Karriere
Die Veröffentlichung „Partial Discharge Measurement and Signal Analysis at Repetitive Voltage Pulses“ des IEH wurde auf der 4th International Conference on High Voltage and Power Systems (ICHVEPS 2023) in Bali mit dem Best Paper Award ausgezeichnet. Der Beitrag von Maurizio Zajadatz, Lucas Braun, Alexander Bisseling, Michael Suriyah, Sebastian Coenen und Thomas Leibfried präsentiert neue Methoden zur Messung und Signalanalyse von Teilentladungen bei wiederholten Spannungspulsen und unterstreicht die Sichtbarkeit der IEH-Forschung im Bereich Hochspannungstechnik.



