Im Vergleich zu den primären Installations- und Schalteinrichtungen eines Elektroenergiesystems sind die sekundären Anlagen zwar wesentlich kleiner aber nicht weniger wichtig. Unter diese Anlagen fällt alles, was nicht unmittelbar der Energieübertragung dient, dies sind vor allem informationstechnische Anlagen.
Den IT-Aspekt beleuchtet dieses Praktikum mit mehreren praxisnahen Versuchen aus verschiedenen Bereichen der Energietechnik.
Aus dem Inhalt:
- Modellierung einer Hochspannungsdurchführung mit dem Finite-Elemente-Programm Maxwell:
Die Beherrschung elektrischer Felder ist Voraussetzung zur Konstruktion und zum sicheren Betrieb von Hochspannungsanlagen. Anlagenteile, die im Betrieb hohen elektrischen Feldstärken ausgesetzt sind, werden heute ausschließlich mit numerischer Unterstützung entworfen. Hier lässt sich bereits während der Konstruktionsphase Einfluss auf die zu erwartende Feldverteilung nehmen. - Realisierung einer Aufzugsteuerung mit dem Siemens Simatic S7 SPS-System und Test am realen Modell:
Die Simatic S7 SPS ist ein Standardsystem für alle Arten industrieller Automatisierung und Steuerungen. Das modulare Konzept ermöglicht Anlagen nahezu beliebiger Komplexität. Eine Entwicklungsumgebung unterstützt den Anwender bei der Erstellung der Programme. - Lastflussrechnung in einem Elektroenergienetz mit DiGSilent:
Um die zu erwartende Belastung eines Netzes zu untersuchen verwendet man Simulationsprogramme wie DiGSilent. Neben Betriebsströmen können auch vielfältige Arten von Kurzschlüssen und anderen Störungen simuliert werden.
Voraussetzungen:
Die Versuche basieren auf den theoretischen Grundlagen der Vorlesungen "Hochspannungstechnik", "Berechnung elektrischer Energienetze" und "Energieübertragung und Netzregelung ". Diese Vorlesungen können auch begleitend gehört werden. Weiterhin sind Englischkenntnisse und PC-Grundkenntnisse erforderlich.


