 |
Motivation
 Um eine größtmögliche Sicherheit der elektrischen Energie-versorgung für die Verbraucher zu gewährleisten, ist es not-wendig, die Übertragungs- und Verteilnetze genau zu über-wachen und zu untersuchen. Allein in Deutschland sind tausende von Kilometern verschiedenster Energiekabel unterschiedlicher Bauart, Spannungsebene und Alter verlegt. Moderne Assess-mentstrategien der Netzbetreiber haben sich aus wirtschaftlichen Gründen weg von der Betriebsmittelerneuerung nach Instand-haltungsplan, hin zur aussagekräftigen Zustandsbewertung anhand von im Kabelnetz gewonnener Messdaten gewandelt. |
Problematik
Energiekabelsysteme kommen vor allem im 20kV Mittel-spannungsnetz zum Einsatz, um elektrische Energie in dicht besiedelten Gebieten unterirdisch an Industrie und Haushalte zu verteilen. Dabei handelt es sich häufig um Mischkabelsysteme, das heißt es sind unterschiedliche Kabeltypen wie beispielsweise moderne VPE-Kabel mit Papier isolierten Kabeln älterer Bauart kombiniert. Stoßstellen werden mit Kabelmuffen verbunden. Da eine Neuverlegung von Energiekabeln eine enorme Kostenfrage ist, werden bestehende Kabelstrecken so lange wie möglich betrieben und bei Schädigung durch Alterung oder Erdarbeiten lokal instandgesetzt. |
  |
Forschungsziele
In dieser Arbeit soll die Teilentladungsmesstechnik zur zerstörungsfreien Lokalisierung von Schwachstellen in Energiekabeln untersucht und verbessert werden. Bei vor-Ort-Messungen sollen Hardware- und Software-seitig Maßnahmen zur Störunterdrückung eingesetzt werden und der Automatisierungsgrad sowie die Ortungsgenauigkeit erhöht werden. Die Auswertung von Messdaten wird durch moderne Signalverarbeitungsalgorithmen unterstützt. Auf der Basis von realen Messungen an Energiekabeln sollen Verfahren zur Bestimmung der Qualität der verlegten Kabelnetze, der Fehlerortung und der Zustandsbewertung ermöglicht werden. |